Freundschaftlicher Besuch der Bobinger Delegation in Aniche

Antrittsbesuch in AnicheKulturamt Stadt Bobingen
Ein Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Aniche durfte beim ersten offiziellen Antrittsbesuch des neuen Bobinger Stadtoberhauptes selbstverständlich nicht fehlen.

Auf Einladung der französischen Partnerstadt Aniche besuchten Erster Bürgermeister Michael Ammer, Kulturamtsleiterin Sandra Hartl sowie Tanja Leodolter, Irmtraud Steck und Linda Bennani vom Kunstverein Bobingen gemeinsam mit einer 20köpfigen Delegation der „Freunde von Aniche“ die langjährige Partnerstadt im Norden Frankreichs. Im Mittelpunkt des Besuchs standen die Pflege und der Ausbau der deutsch-französischen Städtepartnerschaft sowie der kulturelle Austausch.

Die herzliche Gastfreundschaft der französischen Gastgeber prägte den gesamten Aufenthalt. Bei gemeinsamen Begegnungen, informativen Stadtspaziergängen, intensiven Gesprächen sowie einem gemeinschaftlichen Frühstück und Mittagessen wurde die langjährige Freundschaft zwischen den beiden Städten erneut mit Leben gefüllt.

Kunstverein BobingenKulturamt Stadt Bobingen
Die drei Vertreterinnen des Bobinger Kunstvereins freuten sich gemeinsam mit den beiden Bürgermeistern über die gelungene Ausstellungseröffnung.

„Kunst kennt keine Grenzen“ – Gemeinsame Ausstellung in Aniche

Mit der Ausstellung „L'art n'a pas des frontières“„Kunst kennt keine Grenzen“ setzen der Kunstverein Bobingen und Kunstschaffende aus der französischen Partnerstadt Aniche aktuell ein eindrucksvolles gemeinschaftliches Zeichen für den kulturellen Austausch und die deutsch-französische Freundschaft.

Die Idee zu diesem besonderen Projekt entstand bereits 2024. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 55-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft Aniche – Bobingen knüpfte die Vorsitzende des Kunstvereins Bobingen, Tanja Leodolter, erste Kontakte zu den Kunstschaffenden vor Ort. Daraus entwickelte sich rasch der Wunsch nach einer gemeinsamen Ausstellung. Ein großer Vertrauensbeweis folgte schon wenig später: Rund 40 Werke aus Aniche wurden für eine Ausstellung nach Bobingen geschickt und waren 2025 im Rathaus zu sehen. Nun machte sich der Gegenbesuch auf den Weg. Insgesamt 22 Werke von Mitgliedern des Kunstvereins Bobingen traten die über 800 Kilometer lange Reise nach Aniche an.

Der von den französischen Gastgebern gewählte Ausstellungstitel erwies sich bereits beim gemeinsamen Aufbau im historischen Rathaus von Aniche als Programm. In einem zehnköpfigen deutsch-französischen Team wurden über Sprachgrenzen hinweg Bilder ausgepackt, arrangiert, diskutiert und gehängt. So entstand eine harmonische und abwechslungsreiche Mischung aus Werken französischer und deutscher Kunstschaffender.

Die feierliche Eröffnung fand im Beisein von Erstem Bürgermeister Michael Ammer, Kulturamtsleiterin Sandra Hartl sowie Vertreterinnen und Vertretern beider Städte statt. Mit seinen teilweise auf Französisch gehaltenen Grußworten unterstrich Erster Bürgermeister Michael Ammer die enge Verbundenheit zwischen Bobingen und Aniche. Er bezeichnete die deutsch-französischen Kunstausstellungen 2025 und 2026 als Paradebeispiel für eine erfolgreiche Städtepartnerschaft: „Ein aktiv gelebter Austausch, wie aktuell der der Kunstschaffenden, eröffnet kulturell neue Horizonte und schafft Gemeinschaftssinn, Räume für fachlichen Austausch und Wissensvermittlung bzw. -erweiterung.“ Sein französischer Amtskollege Xavier Bartoszek griff in seiner Ansprache ein Zitat von Johann Wolfgang von Goethe auf und betonte damit die verbindende Kraft von Kultur und Begegnung.

Was auch immer für Beweggründe die Menschen in das schöne, historische Rathaus von Aniche führten – seien es persönliche Geschichten, der Gedanke der Völkerverständigung, die Kunst oder einfach die Neugier –, es wurde kräftig mitgemischt an der Collage der Verständigung und der Freundschaft.

Kunstverein in BobingenRémy Fleury
Trotz sommerlicher Temperaturen fanden sich zahlreiche Besucher beider Nationen zur Ausstellungseröffnung im Anicher Rathaus ein.

Das deutsch-französische Ausstellungsformat beweist eindrucksvoll, dass Kunst Menschen zusammenführt und Grenzen überwinden kann. Sie ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie aus persönlichen Begegnungen nachhaltige Freundschaften und ein lebendiger europäischer Austausch entstehen. „Lassen Sie uns den eingeschlagenen Weg weitergehen, lassen Sie uns noch viele weitere Vereine und Privatpersonen vernetzen, lassen Sie uns noch viele Projekte wie die gegenseitigen Kunstausstellungen umsetzen! Unsere Städtepartnerschaft wird positiv davon profitieren!“, so die abschließenden Worte des Bobinger Bürgermeisters. 

Vive l’amitié!