Was tun bei Hitze?
Passen Sie Ihren Alltag an hohe Temperaturen an: Meiden Sie die Mittagshitze, verlegen Sie Aktivitäten in die kühleren Morgen- und Abendstunden, trinken Sie ausreichend und sorgen Sie für Kühlung sowie Sonnenschutz. Nehmen Sie Medikamente nur nach ärztlicher Rücksprache angepasst ein und beachten Sie deren richtige Lagerung.
Alle wichtigen Tipps auf einen Blick
- Passen Sie Ihren Alltag bei Hitze an, indem Sie sich beispielsweise in den heißesten Stunden des Tages an einem kühlen Ort aufhalten und körperliche Anstrengungen vermeiden.
- Verlegen Sie körperliche Aktivitäten und Erledigungen in die kühleren Morgen- und späteren Abendstunden.
- Halten Sie Ihre Wohnung und sich selbst möglichst kühl.
- Trinken Sie ausreichend – am besten Wasser und ungesüßte Tees.
- Setzen Sie sich möglichst nicht direkter Sonneneinstrahlung aus.
- Sorgen Sie für einen Sonnenschutz, wenn Sie ins Freie gehen.
- Konsultieren Sie vor einer Hitzewelle Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, um die ggf. von Ihnen eingenommenen Arzneimittel auf Hitzeverträglichkeit prüfen zu lassen. Setzen Sie Ihre Arzneimittel aber keinesfalls selbstständig ab und verändern Sie auch nicht selbstständig die Dosierung oder das Einnahmeschema.
- Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen (z. B. Blutdrucksenker, Diuretika, Insulin), besprechen Sie mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt, ob die Einnahme bei Hitze angepasst werden muss. Beachten Sie streng die Lagerungshinweise (viele Medikamente nicht über 25 °C lagern, Insulin im Kühlschrank). Lassen Sie Medikamente niemals im Auto!
Wissen, wann es heiß wird
Bereiten Sie sich auf Hitzewellen vor, indem Sie Hitzewarnungen verfolgen und sich frühzeitig informieren. Sprechen Sie auch mit Angehörigen und Nachbarn über angekündigte Hitze. Ab einer gefühlten Temperatur von 32 °C ist ein konsequenter Hitzeschutz besonders wichtig – vor allem für ältere Menschen.
Hier finden Sie die aktuelle Hitzewarnkarte des Deutschen Wetterdienstes: www.hitzewarnungen.de
Ausreichend trinken und leicht essen
Trinken Sie bei Hitze ausreichend – bevorzugt Wasser oder ungesüßte Getränke – und essen Sie leichte, wasserreiche sowie leicht gesalzene Speisen. Kühlen Sie Lebensmittel gut und gleichen Sie den durch Schwitzen entstehenden Mineralstoffverlust aus (z.B. durch eine Brühe). Bei Herz-, Nieren- oder anderen Vorerkrankungen sollten Trinkmenge und Salzaufnahme mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt abgestimmt werden.
Ihre Wohnung und Innenräume kühlen
Halten Sie Ihre Wohnung bei Hitze möglichst kühl: Lüften Sie nur in den kühlen Morgen- oder Nachtstunden durch Querlüftung, verschatten Sie Fenster und vermeiden Sie zusätzliche Wärmequellen wie etwa elektrische Geräte im Standby-Modus. Idealerweise sollte die Raumtemperatur tagsüber unter 26 °C und nachts unter 22 °C liegen. Spätestens ab 32 °C tagsüber bzw. 24 °C nachts müssen Sie dringend aktiv kühlen. Nutzen Sie Ventilatoren oder – falls erforderlich – eine Klimaanlage.
Nur mit Sonnenschutz ins Freie gehen
Schützen Sie sich bei Sonneneinstrahlung konsequent vor UV-Strahlung: Verwenden Sie Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30, tragen Sie luftige, lange Kleidung, eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille. Achten Sie zudem auf den UV-Index und treffen Sie ab einem Wert von 3 geeignete Schutzmaßnahmen.
Extremer Hitze aus dem Weg gehen
Halten Sie sich bei Hitze möglichst an kühlen, schattigen Orten auf und meiden Sie direkte Sonneneinstrahlung sowie aufgeheizte Flächen und Fahrzeuge. Verlegen Sie Aktivitäten in die kühleren Morgen- und Abendstunden und passen Sie Ihren Tagesablauf den hohen Temperaturen an.
Den Körper möglichst kühlen
Tragen Sie leichte, helle und atmungsaktive Kleidung und schützen Sie sich mit Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnencreme. Halten Sie sich möglichst im Schatten auf und kühlen Sie Ihren Körper regelmäßig mit Wasseranwendungen oder kühlenden Sprays und Lotionen.
Gut schlafen bei Hitze
Sorgen Sie für ein möglichst kühles Schlafzimmer, verwenden Sie leichte Bettwäsche oder tauschen Sie die Bettdecke gegen ein leichtes Tuch aus. Tragen Sie atmungsaktive Nachtwäsche, um auch bei Hitze erholsam schlafen zu können. Ist Ihnen trotzdem zu warm, nehmen Sie eine Wärmflasche mit kühlem Wasser mit ins Bett.
Körperlich belastende Tätigkeiten vermeiden
Reduzieren Sie bei Hitze körperliche Anstrengungen und verschieben Sie nicht dringende Erledigungen. Nutzen Sie Unterstützung oder Lieferdienste und planen Sie Aktivitäten möglichst in schattigen, kühlen Umgebungen wie Parks oder entlang von Gewässern.
Arzneimittel auf den Prüfstand stellen
Lassen Sie Ihre Medikamente vor einer Hitzewelle ärztlich oder in der Apotheke auf Hitzeverträglichkeit prüfen, da einige Wirkstoffe die Hitzebelastung erhöhen können. Setzen oder ändern Sie Medikamente niemals eigenständig und achten Sie auf korrekte Lagerung, um Wirksamkeit und Sicherheit zu gewährleisten. Lagern Sie Medikamente im Kühlschrank nur, wenn es ausdrücklich in der Packungsbeilage empfohlen wird. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie in Ihrer Apotheke nach.
Hitzebedingte Beschwerden erkennen
Nehmen Sie mögliche Hitzeerkrankungen ernst und achten Sie auf Symptome wie Erschöpfung, Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, Krämpfe oder Fieber. Bei Beschwerden kühlen, trinken und ärztliche Hilfe kontaktieren (116 117); bei schweren Symptomen wie Bewusstseinsstörungen sofort den Notruf 112 wählen.
Im Zweifel gilt: lieber einmal zu früh den Notruf wählen. Hitzschlag ist immer ein medizinischer Notfall.
Für Menschen ab 65 Jahren da sein
Achten Sie bei Hitzewellen besonders auf ältere Menschen, da sie Hitze oft schlechter wahrnehmen und gesundheitlich stärker gefährdet sind. Bieten Sie aktiv Unterstützung an, prüfen Sie regelmäßig ihr Wohlbefinden und helfen Sie bei Trinken, Einkäufen und Alltagsaufgaben. Im Notfall ist schnelle Reaktion wichtig, da Hitzeerkrankungen bei ihnen schnell kritisch werden können.
