Auftakt der Unternehmensgespräche

Erster Bürgermeister zu Besuch beim Industriepark Werk Bobingen

Mit regelmäßigen Unternehmensbesuchen möchten Erster Bürgermeister Michael Ammer und Wirtschaftsförderin Maria Schempp die Vielfalt und Wirtschafskraft am Standort Bobingen sichtbar machen und den Austausch mit den Betrieben fördern. Am 12. Mai 2026 besuchten sie den Industriepark Werk Bobingen (IWB). Aufgrund der wirtschaftlichen Lage kämpfen die ansässigen Betriebe aktuell mit großen Preissteigerungen und Einbrüchen in der Produktion, was zuletzt auch zu Personalabbau führte. Die Geschäftsführung blickt in die Zukunft und informiert die neue Stadtspitze über die Entwicklungspläne am Standort.

Unternehmensbesuch IWBMaria Schempp
Bei einem Unternehmensbesuch erkundigten sich Erster Bürgermeister Michael Ammer (mittig) und Wirtschaftsförderin Maria Schempp (fehlt auf dem Bild) bei Geschäftsführer Christoph A. Bock (rechts) und seinem Stellvertreter und zugleich Leiter der Werksfeuerwehr Daniel Rozankovic (links) über die Entwicklungen im Industriepark.

Zuletzt machte der IWB Schlagzeilen mit einem Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung der Perlon Nextrusion Monofil GmbH und der Schließung des zentralen Standortdienstleisters SPIE MLB GmbH, die neben technischen Standortdienstleistungen die Ausbildung für die im Industriepark ansässigen Unternehmen organisiert und ausführt. „Die jüngsten Entwicklungen waren ein herber Rückschlag für den IWB, nun gilt es nach vorne zu schauen.“, konstatierte Geschäftsführer der Standortbetreibergesellschaft Christoph A. Bock. Bei Perlon ist zum 03.06.2026 ein neuer Investor eingestiegen und die Ausbildung am Standort übernimmt nun die Standortbetreibergesellschaft IWB GmbH & Co. KG selbst. Der Ausbildungsbetrieb läuft bis zur geplanten Übernahme durch IWB weiter, so haben die Standortunternehmen sowie Unternehmen aus der Region, die zwar selbst ausbilden, das geforderte Wissen und die Fertigkeiten allerdings nicht in vollem Umfang im eigenen Betrieb vermitteln können, unterbrechungsfrei die Möglichkeit ihre Auszubildenden ganz oder für einzelne Ausbildungsmodule in den Industriepark zu schicken. Damit wird das jahrelange Engagement der Betreibergesellschaft zur Fachkräftesicherung am Standort unterstrichen. Um die Nachwuchskräfte zu sichern, entstand bspw. eine enge Kooperation mit der Dr. Jaufmann Mittelschule Bobingen (http://msbob.de/?page_id=1072)  oder die Azubi-Night Bobingen in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Bobingen.

Um den Industriepark in die Zukunft zu führen, setzt der Geschäftsführer Christoph A. Bock neben der Akquise neuer Standortunternehmen, auch auf Fachkräftesicherung und Energiesicherheit. Ziel sei es, unabhängig vom Energiemarkt zu werden, um auch zukünftig für die energieintensiven Industrieunternehmen ein attraktiver Standort zu sein. Dazu sollen in den nächsten Jahren auf insgesamt 218.000 m² Photovoltaik-Anlagen mit einem Ertrag von über 40 Megawatt errichtet werden, ein Elektrolyseur zur Produktion von grünem Wasserstoff soll installiert werden, ein Batteriespeicher sei geplant sowie Überlegungen einer Anbindung von Windkraft bestehe.  

„Der historische Industriepark ist prägend für die Stadt Bobingen. Nun gilt es den Industriestandort in die Zukunft zu führen. Gerne unterstützen wir von Seiten der Stadt Bobingen den Industriepark im Rahmen unserer Möglichkeiten, die geschmiedeten Entwicklungspläne umzusetzen.“, resümierte Erster Bürgermeister Michael Ammer den Besuch.

Ein Schwerpunkt der kommenden Amtszeit wird sein, die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt weiterhin eng zu begleiten. Dazu nimmt er bzw. die Wirtschaftsförderung die Anliegen der Unternehmerschaft gerne entgegen (Tel. 08234 8002-70, wirtschaftsfoerderung@bobingen.de) Unternehmen, die mit ihren Anliegen gerne mit dem neuen Bürgermeister und/oder der Wirtschaftsförderin der Stadt Bobingen ins Gespräch kommen möchten, melden sich bitte bei der Wirtschaftsförderung.