Ramona MahrleZweigstelle Kultur
Ausbau der Räumlichkeiten des ehemaligen Quartiersmanagements steht in den Startlöchern
Bislang gab es seitens der Stadt Bobingen keine oder kaum Möglichkeit, die Siedlung und weitere Stadtteile mit Kultur-, Bildungs-, Gesundheits- und Sportangeboten generationenübergreifend und (sozio)kulturell zu bespielen. In den ehemaligen Räumen des Quartiersmanagements in der Bobinger Siedlung, das Ende 2024 aufgelöst wurde, plant das Kulturamt deshalb seit über einem Jahr eine Zweigstelle, in der ein gezieltes Angebot für Senioren, Familien, Frauen und Kinder geschaffen und weiterentwickelt werden soll. „Die Etablierung einer barrierefreien Zweigstelle der bestehenden Kultureinrichtungen“, so Erster Bürgermeister Klaus Förster, „ist ein erster Schritt, quasi ein erster Brückenschlag zwischen dem Hauptort und den Bobinger Ortsteilen.“
Der Quartierstreff war für die Bewohner der Siedlung ein bereits etablierter wichtiger sozialer Treffpunkt. Die neuen Nutzer Kulturamt und örtliche vhs sehen in diesen Räumlichkeiten eine perfekte Startmöglichkeit, ganzjährig Kultur, Erwachsenenbildung, Inklusion, Integration sowie gesellschaftliches Miteinander aus dem Zentrum hinaus zu den Bürgern vor Ort zu bringen. Die neue Zweigstelle soll den Mitbürgern nicht nur einen Ort der Begegnung und des Austauschs bieten, sondern auch einen Raum der Teilhabe für Jung und Alt durch gemeinschaftliche vhs-Bewegungskurse, Sprach-, Bastel-, Kunstkurse, Spielenachmittage, Filmabende, Lesungen, Vorträge, Kleinkunst, Kinderkulturprogramm, gemeinsame Workshops in Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat, Senioren- und Kindereinrichtungen, Schulen und der Integrationswerkstatt Bobingen. Über das sogenannte LEADER-Projekt sei eine EU-Förderung in Höhe von 50% der geplanten Ausgaben möglich, was ein gutes Startkapital für den Neustart bilden könnte, erklärte Kulturamtsleiterin Sandra Hartl. Denn: „Unser langfristiges Ziel ist es, nicht nur die Räumlichkeiten zu bespielen, sondern das Angebot mit entsprechenden Open-Air-Veranstaltungen auf den gesamten Stadtteil auszuweiten und dadurch das Leben vor Ort aufzuwerten. Dazu benötigen wir aber entsprechendes Equipment, für das wir auf Fördergelder angewiesen sind.“ Was lange währt, wird endlich gut. Knapp ein Jahr nach erstmaliger Antragsstellung der entsprechenden Fördermittel beim Begegnungsland Lech-Wertach ist es nun endlich soweit. Erster Bürgermeister Klaus Förster und die Beteiligten des Kulturamtes freuen sich über den positiven LEADER-Bescheid. Eine Fördersumme zum Ausbau der Räume und Erwerb von Mobiliar und technischer Gerätschaften in Höhe von knapp 30.000 € wurde Anfang März bewilligt, die Umbaumaßnahmen können in Kürze starten.
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