Sicher durch den Winter

Hier finden Grundstückseigentümer die wichtigsten Informationen rund um das Thema Winterdienst.

Wer denkt bei schönem Winterwetter schon gerne an die lästigen Pflichten, die Schnee und Glätte für Grundstücksbesitzer mit sich bringen?

 

Bei öffentlichen Straßen übernimmt die Räum- und Streupflicht der Träger der Straßenbaulast. In Bobingen sind dies die Stadt Bobingen und/oder der Landkreis Augsburg. Eine rechtliche Verpflichtung für die Räum- und Streupflicht durch den Straßenbaulastträger besteht allerdings nur bei Straßen, die gleichzeitig verkehrswichtig und gefährlich sind; trotzdem leisten die Stadt und der Landkreis – je nach Priorität - den Winterdienst auch über diese rechtliche Anforderung hinaus auf einem Großteil des öffentlichen Straßen- und Wegenetzes, soweit dies personell und organisatorisch möglich ist.

 

Bei öffentlichen Gehwegen wird die Pflicht des Winterdienstes durch die kommunale Satzung auf die privaten Anlieger der Straße übertragen. Alle Grundstückseigentümer sind daher verkehrssicherungspflichtig. Der Stadtrat hat hierzu eine "Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehwege in der Stadt Bobingen", kurz „Reinigungs- und Sicherungs-Verordnung“, erlassen. Auf deren Grundlage ist die Stadtverwaltung dazu verpflichtet, die Einhaltung zu überwachen. Die Verordnung selbst kann auf der Homepage der Stadt unter www.stadt-bobingen.de/ordnungsamt eingesehen werden.

 

Für die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes beginnt bei nächtlichem Schneefall der Dienst bereits frühmorgens um 04.00 Uhr. Insgesamt 6 Räumfahrzeuge stehen dem Bauhof der Stadt Bobingen für den Winterdienst zur Verfügung.

 

Wo wird zuerst geräumt?
Die Priorität ist abhängig von der Verkehrswichtigkeit, Gefährlichkeit der Straße, Lage, Tageszeit und Leistungsfähigkeit der Gemeinde. Zu den höchsten Prioritäten gehören die Hauptverkehrs- und Ortsverbindungsstraßen. Für die Ortsumgehung als auch für die Kreisstraßen nach Straßberg, Reinhartshausen, Waldberg, Inningen und Wehringen ist der Landkreis zuständig

 

Welche Aufgabe haben private Anlieger?
So früh müssen die privaten Grundstückbesitzer zwar nicht aus den Federn, doch schreibt §8 der „Reinigungs- und Sicherungs-Verordnung“ vor, dass wochentags bis spätestens 07.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen bis spätestens 08.00 Uhr die schneebedeckten Gehwege vor dem eigenen Grundstück in ausreichender Breite geräumt sein müssen und zwar fortlaufend bis 20.00 Uhr.

 

Dies gilt im Übrigen auch dann, wenn vor dem Grundstück gar kein Gehweg verläuft. In diesem Falle ist ein ca. 1 m breiter Streifen von Schnee und Eis frei zu halten. Der geräumte Schnee ist neben der Gehbahn so zu lagern, dass der Verkehr nicht gefährdet oder erschwert wird. Die Räum- und Streupflicht gilt auch für die Eigentümer von unbebauten Grundstücken innerhalb geschlossener Ortschaften, wie z.B. in Baugebieten. Schnee und Eis aus privaten Grundstücken dürfen nicht auf öffentlichen Straßen gelagert werden.


Bei Glätte kann erforderliches Streugut auch den öffentlichen Streugutboxen aus Holz entnommen werden, jedoch nur in haushaltsüblichen Mengen. An insgesamt sieben Standorten ist dies in Bobingen und seinen Stadtteilen möglich:

 

Bobingen:

Ecke Max-Fischer-Straße / Im Wiesengrund (Alte Moschee)
Rathausstraße 

Ecke Sudetenstraße / Sebastianweg  

 

Straßberg:

Frieda-Forster-Straße (Schule)   

 

Siedlung:

Grenzstraße (Schule)  

 

Waldberg / Kreuzanger:

Ecke Bobinger Straße / Bauernstraße

 

Reinhartshausen:

Parkplatz Kirche   

 

Die Verwendung von Streusalz sollte weitgehend vermieden werden, stattdessen empfiehlt sich der Einsatz von abstumpfenden Mitteln wie Sand und Splitt.

 

Streugutbox Holz

Öffentliche Streugutbox aus Holz

 

Unterstützen Sie den Winterdienst und halten öffentliche Straßen jederzeit frei zugänglich
Damit das Schneeräumen durch den Winterdienst zügig und komplikationslos erfolgen kann, werden Kraftfahrzeughalter gebeten, ihre Fahrzeuge wenn möglich nicht auf öffentlichen Straßen zu parken, sondern in den Garagen oder auf den zum Grundstück gehörenden Stellplätzen. Dies gilt insbesondere während der Nachtstunden in den Wintermonaten und für Dauerparker. Sollte dies nicht möglich sein, denken Sie beim Abstellen Ihres Fahrzeuges bitte an die sog. „5-Meter-Parkkverbots-Zone“ an Kreuzungen - gemessen wird der Abstand ab dem Schnittpunkt der Fahrbahnkanten. Unterstützen Sie zudem den Winterdienst bei seiner Arbeit, indem Sie schmale Straßen beim Parken meiden. Eine Fahrbahnbreite von 3- 3,5m ist erforderlich, um den Räumfahrzeugen die Durchfahrt zu ermöglichen. 

 

Die gewissenhafte Einhaltung dieser Vorschriften schützt nicht nur vor zivilrechtlichen Ansprüchen im Falle eines Unfalles durch Dritte, sondern auch vor einem eventuellen Bußgeld bei Nichtbeachtung der Vorschriften seitens der Stadt Bobingen.

 

Kommen Sie gut und sicher durch den Winter!



 

 

 

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