Stromsparen

Mit LED die Stromkosten senken

Wer Energie sparen möchte, der kann auf LED-Beleuchtung umsteigen. In jedem dritten Haushalt kommen mittlerweile LED (Light Emitting Diodes) zum Einsatz. Einziger Nachteil: LED sind noch vergleichsweise teuer. Aber sie rechnen sich durch die großen Einsparungen schnell. Gegenüber einer herkömmlichen Glühlampe spart eine vergleichbare LED mehr als 80 Prozent Strom ein und wie bei einer Glühlampe ist das Licht sofort da.

 

A+++ für besonders energieeffiziente Geräte

Große Haushaltsgeräte wie Kühlschrank oder Wäschetrockner sind für rund 50 Prozent der Stromkosten in privaten Haushalten verantwortlich. Wer alte Geräte gegen moderne, energieeffiziente Modelle austauscht, kann seine Kosten für Strom und Wasser deutlich senken. Orientierung bietet beim Kauf das EU-Label. Seit Ende 2010 kann dabei für Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen und Geschirrspüler das Label mit der höchsten Energieeffizienzklasse A+++ verwendet werden. Es zeigt dem Verbraucher auf einen Blick, welche Geräte mit besonders wenig Strom auskommen.

 

Bürogeräte ausschalten

Wer viel am Computer sitzt, sollte daran denken, sein Gerät auszuschalten oder zumindest in den Ruhezustand zu versetzen, wenn er Pausen macht. Das lohnt sich schon ab Arbeitspausen von 15 Minuten, zum Beispiel in der Mittagspause. Drucker, Scanner und Lautsprecher sollten ebenfalls ausgeschaltet werden, wenn sie gerade nicht benutzt werden. Denn im Bereitschaftsmodus sind diese Geräte richtige Stromfresser. Energie sparen kann man auch bei der Internetnutzung – DSL-Modems können 100 kWh pro Jahr Strom verbrauchen. Am besten DSL-Modems mit einem Schaltaufsatz für die Steckdose oder einer Steckerleiste vom Netz trennen, wenn sie nicht gebraucht werden. Das geht aber nur, wenn nicht gleichzeitig über den DSL-Anschluss telefoniert wird.

 

Hocheffizeinte Umwälzpumpe

Wer seine alte Heizungsumwälzpumpe gegen eine so genannte Hocheffizienzpumpe austauscht, spart jede Menge Energie. Man könnte sogar ein bis zwei Atomkraftwerke stilllegen, wenn man alle veralteten Pumpen in Deutschland austauschen würde. Für den Einzelnen bedeutet der Umstieg auf eine hocheffiziente Umwälzpumpe mit dem Energielabel A auch eine beachtliche finanzielle Ersparnis von rund 150 Euro Stromkosten im Jahr. Die Leistungsaufnahme gegenüber einer gewöhnlichen Umwälzpumpe liegt anstatt bei 40 bis 100 Watt bei nur 5 bis 30 Watt. Technisch veraltete Umwälzpumpen gehören wie Kühlschrank, Elektroherd und Wäschetrockner zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt.

 

Lichterzauber guten Gewissens genießen - wenn mit Bedacht verwendet

In der dunklen Jahreszeit muss auch ein energie- und kostenbewusster Mensch keineswegs Verzicht auf stimmungsvolles Licht üben. Denn adventlich-weihnachtliche Lichterketten im Vorgarten oder in der Wohnung schmälern die Familienkasse nicht wesentlich. Allerdings gilt das nur unter der Bedingung, dass beim Einkauf auf bestimmte Kriterien geachtet wird: Leuchtdioden schneiden laut eza! mit der besten Energiebilanz ab: Eine LED-Kette verbrauchte im eza!-Test 3,2 Kilowattstunden zwischen dem 1. Advent und dem Dreikönigstag. Ausgehend vom Strompreis von 27 Cent pro Kilowattstunde ist das nicht einmal ein Euro. Die Finger lassen sollten Weihnachtseinkäufer hingegen dringend von Lichtschläuchen. Diese schlucken laut eza! mit rund 60 Kilowattstunden nämlich so viel Strom wie ein Kühlschrank der Klasse A ++in einem ganzen Jahr.

 

Kühlschrank nie auf Hochtouren laufen lassen

Wenn nicht gerade eine frische Erdbeerroulade schnell herunterkühlen soll, damit die Füllung nicht herausläuft – dann gilt generell: Ein Kühlschrank muss nie auf Hochtouren laufen. Das frisst völlig unnötigerweise Strom. Lebensmittel halten sich bei nicht ganz so kalten Temperaturen ebenso gut. Sie entfalten obendrein ihr Aroma viel schneller und besser beim Verzehr. Fleisch, Wurst oder Eier sind in den kühleren oberen Regionen besser aufgehoben, Gemüse ganz unten im Extra-Gemüsefach.

 

Weihnachtsplätzchen kalorienreich – dafür energiearm

Vorbei die Zeiten, in denen jedes Plätzchenblech einzeln gebacken werden musste. Mit den modernen Backöfen können Sie mehrere gleichzeitig backen – indem man die Umluftfunktion wählt. Die ist viel effizienter als Backen mit Ober- und Unterhitze. Auch, weil eine um 20 bis 30 Grad niedrigere Backtemperatur bei Umluftfunktion reicht. Vorheizen ist unnötig, auch wenn manches Backrezept dazu rät. Dadurch verbrauchen Sie bis zu 20 Prozent weniger Energie.

 

Energiesparlampen unbedingt zur Sammelstelle

Niemals in den Hausmüll oder den Altglascontainer, sondern immer zur speziellen Sammelstelle gehören ausgemusterte Energiesparlampen. In der Regel sind das die Wertstoffhöfe vor Ihrer Haustür. Dort nimmt man Ihnen den Sondermüll kostenlos ab. Energiesparlampen haben einen giftigen Kern aus Quecksilber. Das beeinträchtigt das Umfeld während der Nutzungsphase in keinster Weise. Werden sie jedoch nicht fachgerecht recycelt, stellen die Stromsparer ein Umweltrisiko dar. Der Handel ist nicht zur Rücknahme verpflichtet…

 

Gartenlicht von der Sonneninsel

Nein, mit Mallorca hat diese Art der Sonneninsel nichts zu tun: Für Schrebergärten gibt es sogenannte Insel-Solaranlagen im Handel. Sie laden sich tagsüber eigenständig auf. Je nachdem wie viel Sonne den Tag über schien, leuchten sie dann bis gen Morgen, wenn die letzten Gartenpartygäste heimkehren; nämlich bis zu zwölf Stunden lang.

 

Unauffälligen Stromschluckern Saft abdrehen

Das Ladegerät, an das Sie Ihr Handy vielleicht anstecken, wenn Sie von der Arbeit oder vom Einkaufsbummel nach Hause kommen, ist ein Stromverbraucher. Und zwar nicht nur dann, wenn Ihr Handy über Nacht geladen wird. Diese Ladestationen ziehen ständig Strom, auch wenn sie leer sind.

 

Trockner sind Stromfresser

Wäschetrockner gelten als Geräte mit hohem Energieverbrauch. Moderne Wäschetrockner sind bisher fast ausschließlich in der EU-Label-Kategorie C oder schlechter auf dem Markt. Das Label A erreichen nur wenige Geräte mit einer besonderen Technik.

 

Der Kühlschrank mag's kalt

Im Kühlschrank oder in der Gefriertruhe soll es natürlich kalt sein. Doch auch „drumherum“ bevorzugen diese Geräte niedrige Temperaturen. Sie können so energiesparend ihre Innentemperatur erreichen. Stellen Sie Ihr Kühl-Gerät deshalb an einen möglichst kalten Platz – also nicht direkt neben den Herd, die Heizung oder in die Sonne.

 

Waschmaschine immer voll auslasten

Wer seine Waschmaschine immer gut befüllt, kann Strom sparen – denn jeder Waschgang kostet Energie. Je seltener man die Maschine also anschalten muss, desto besser für Geldbeutel und Umwelt. In der Regel genügt es außerdem, die Wäsche bei 30 bis 40 Grad zu reinigen. Moderne Waschmittel erfüllen auch bei niedrigen Temperaturen die hygienischen Anforderungen und machen dem Schmutz den Garaus. Beim Kauf einer neuen Waschmaschine empfiehlt es sich, auf die Effizienzklasse A+++ zu achten. Und: Je besser die Schleuderwirkung, desto weniger Strom benötigt hinterher der Wäschetrockner beim Trocknen der Wäsche.

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