Skateranlagen

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Errichtung der Interkulturellen Begegnungsfläche im Zuge des LEADER-Programms im Jahr 2018

 

Verkehrsgünstig zu Fuß, mit dem Fahrrad und dem ÖPNV zu erreichen und optimal erschlossen über den vorhandenen Geh- und Radweg bot sich eine in Teilen schon vorhandene Asphaltfläche mit einem vorhandenen Basketballfeld sowie einem vorhandenen Rollhockeyfeld für einen Ausbau zu einer "interkulturellen Funktionsfläche" an.

Mit Mitteln aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfont zur Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)“ wurden im Rahmen des LEADER-Programms des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten nachstehende bauliche Maßnahmen geplant und anschließend umgesetzt:

 

  • Erweiterung der Sportfunktionsflächen um das Skateelemente ‚Taco‘ und ‚Hillock‘, um eine Speedramp mit Plattform, eine asphaltierte Verbindungsstrecke zum Basketballplatz und zwei Outdoorkicker
  • Gestaltung von Begegnungsflächen in Form von Sitz-Liegeplattformen
  • Neuanlage eines sog. ‚Round Table‘
  • Neuanpflanzung von standortheimischen Laubbäumen (Hochstämme): u.a. Gestaltung eines Baumhaines.

 

Im Zuge der Werkplanung wurden in Abstimmung mit erfahrenen Skatern die Anordnung der Skategeräte (obstacles) im Hinblick auf Fahrkurven, Anlauf- und Auslaufzonen sowie die Kombinierbarkeit der einzelnen Hindernisse zu einer flüssigen Durchfahrtslinie optimiert.

 

  • Die Einzelelemente Manualpad und Bankspine mit Rail wurden zu einem Kombinationselement Kinkledge-Pyramid zusammengefasst, welches die vergleichbare Skatemöglichkeiten bietet, jedoch durch seine Diagonale Anordnung auf dem Platz eine längere Möglichkeit zum Anlauf bietet. Um die Fahrmöglichkeiten auf der langen diagonalen zu komplettieren, wurde die Speedramp Kingsize in die westliche Platzecke geschoben und ebenfalls diagonal ausgerichtet.
  • Die im Bestand vorhandene Mini-Quaterpipe an der Nordseite des Platzes konnte dadurch weiterverwendet werden und bietet zusätzliche Fahrlinien in Verbindung mit den neuen Geräten. Insbesondere der Hillock wird dabei aus allen Richtungen anfahrbar. Der Abstand zwischen Hillock und Taco wurde vergrößert, um mehr Beschleunigungs- bzw. Verzögerungsstrecke zwischen diesen Geräten zu bieten.
  • Die Beton-Sitzblöcke wurden mit stahlverstärkten Kanten ausgestattet und in den Randbereichen der Skatefläche angeordnet, so dass auch diese in den Sport zum grinden mit einbezogen werden können.
  • Der zunächst in gerader Linie geplante neue Verbindungsweg zum Basketballfeld wurde mit einem Kurvenschwung ausgeführt, um die bisher strenge geometrische Anordnung aufzubrechen. Als Besonderheit wurde der Weg mit ausgeprägten Hoch- und Tiefpunkten ausgeführt, welcher in Anlehnung an einen Pump-Track eine zusätzliche Skate-Herausforderung stellt. Dadurch wird aus dem Weg ein zusätzliches Skateelement ohne baulichen Mehraufwand.
  • Mit dem Aushub für die neuen Asphaltflächen wurden Hügel modelliert, welche als begrünte Erhöhungen einen Überblick über das Treiben am Platz bieten. Einer dieser Hügel grenzt als Rückseite an den Taco an und dient für die besonders wagemutigen BMX-Fahrer gleichzeitig als Landerampe nach einem Sprung über den Taco hinaus.
  • Entlang des geschwungenen Wegs wurde westlich eine Sickermulde angeordnet, um das Regenwasser ökologisch zu versickern.
  • Der Rollhockeyplatz wurde mit neuen Toren und Torraumlinierungen ausgestattet.
  • Am Basketballplatz wurden die Körbe versetzt, so dass nun auf einem neu linierten Spielfeld in Standardgröße gespielt werden kann, was einem vielfach geäußerten Nutzerwunsch entsprach. Die Prallbretter an den Körben wurden in diesem Zuge erneuert.
  • Abgerundet wird das sportliche Angebot durch zwei Outdoor-Kicker zum Spaß in der Gruppe.
  • Die Sitzgruppe wurde bewusst mit rundem Tisch und Kreissegmentbänken errichtet, um auch der Symbolik als „Round table“ zu entsprechen und dem Integrationsgedanken, welcher schon zum Entwurfsbeginn bestand, bildlich Rechnung zu tragen.
  • Die Ausstattung wurde mit Fahrrad-Anlehnbügeln und Mülleimer komplettiert.
  • Die neu gepflanzten Hochstamm-Bäume wurden mit Arboretum-Tafeln gekennzeichnet.

 

 

 

 

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