Komfort und Energieeffizienz

Wärme als Dauergast

Damit Wärme im Haus zum Dauergast werden kann und keine Chance zur Flucht hat, sollte ein Haus rundum eingepackt – wärmegedämmt sein. Sonst gehen rund 25 Prozent der Wärme, durch die Fenster verloren. 40 Prozent entkommen durch Außenwände und Dächer und 10 Prozent finden einen Fluchtweg durch den Keller. Alle – auch einzelne – Dämmmaßnahmen sind förderungsfähig. Jeder Quadratmeter gedämmter Außenwand-Fläche spart rund sieben Liter Heizöl ein.

 

Kellerdecke nachträglich dämmen lohnt sich

Außer durch warme Füße zahlt sich eine nachträgliche Kellerdeckensanierung auch finanziell aus. Gleich nach dem Dach ist die Dämmung der Kellerdecke die Maßnahme mit dem günstigsten Kosten-/ Nutzenverhältnis und lässt sich relativ schnell umsetzen: mit Dämmplatten aus Polystyrol beispielsweise. Der Markt bietet auch extra kaschierte Kellerdämmplatten. Dabei gilt: Je dicker, desto besser. Wem die Optik wichtig ist, der kann die Platten auch verputzen oder bemalen. Prinzipiell förderbar sind Dämmstärken ab etwa zwölf Zentimetern. Also: jetzt schon ans Dämmen denken, damit es im nächsten Herbst und Winter schön warm ist.

 

Dreischeibenverglasung rechnet sich

Wer vor der Wahl steht, sich mit doppelt verglasten Scheiben zu begnügen oder seine Fenster dreifach verglasen zu lassen, sollte sich für die zweite Variante entscheiden. Denn dreifach verglaste Fensterscheiben wirken in jedem Fall positiv auf die Energiebilanz und somit auch auf die Hauhaltskasse aus. Der Aufpreis amortisiert sich durch die gewonnene Energieeffizienz: Umgerechnet rund zwei Liter Heizöl pro Quadratmeter sparen Hausbesitzer mit Dreischeibenverglasung gegenüber denen mit nur doppelten Scheiben ein – jedes Jahr. Abgesehen vom finanziellen Aspekt bringen die höherwertigen Scheiben mehr Behaglichkeit in die Wohnräume.

 

Winters warm heißt Sommers angenehm kühl

Eine gute Wärmedämmung ist ein wirksamer Ersatz für eine Klimaanlage. Wer sein Zuhause gut wärmegedämmt hat, hat zu jeder Jahreszeit die besseren Karten: Winters wie sommers regulierten sie das Klima im Haus: Keiner friert, keiner schwitzt, auch nicht bei längeren Hitzeperioden im Sommer. Das liegt daran, dass die Dämmmaterialien die Wärme wesentlich langsamer hindurch leiten. Bis zu zehn Grad weniger im Vergleich zu schlecht isolierten wurden in Dachzimmern gemessen, die unter einer guten Dämmung liegen. Neue, auf die Isolierung abgestimmte Fenster und Schattenspender wie Rolladen oder Markisen steuern ihr Übriges zu einem behaglichen Zuhause bei.

 

Für Durchzug sorgen

Lüften heißt, die Luft im Raum schnell und vollständig auszutauschen. Das funktioniert nicht bei gekipptem Fenster. Dann steigt nämlich die Wärme über der Heizung auf und zieht gleich zum Fenster hinaus. Dadurch geht Heizenergie verloren, die Feuchtigkeit bleibt aber im Raum. Also mehrmals täglich für fünf bis zehn Minuten das Fenster komplett öffnen. So kann verbrauchte, feuchte Luft in kurzer Zeit ausgetauscht werden.

 

Luftfeuchtigkeit entscheidend

Mindestens 35 und höchstens 60 Prozent sollte die relative Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen betragen. Ist die Luft auf Dauer feuchter, bringt das auf lange Sicht Schimmelprobleme, unter Umständen auch Gesundheitsprobleme mit sich. Zu trockene Luft hingegen kann ein Staubproblemen darstellen und Kratzen im Hals oder Husten auslösen. Kontrollieren lässt sich der Wert ganz einfach mittels eines Hygrometers, eines kleinen erschwinglichen Messgeräts.

 

Was Pflanzen mit lüften zu tun haben

Der größte Teil des Gießwassers für Grünpflanzen verdunstet. Dadurch erhöht sich die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung. Bei Wohnungen mit Feuchteproblemen sollte in Räumen mit hoher Feuchtebelastung (Schlafzimmer / Bad) deshalb auf Pflanzen weitgehend verzichtet werden. Am besten ist es übrigens, stoßweise zu lüften, das heißt eine Viertelstunde die Fenster ganz zu öffnen bzw. für Durchzug zu sorgen.

 

Sonne nutzen - auch ohne Solaranlage

Wohnräume werden durch Sonnenstrahlen, die durch Fensterflächen in das Gebäude gelangen, erwärmt. Durch moderne Verglasungen sind diese „solaren Gewinne“ höher als die Wärmeverluste der Fensterflächen. Eine bessere Wärmedämmung der Wände und schwere Materialien im Baukörper sorgen außerdem dafür, dass diese solare Erwärmung länger anhält.

 

Südfenster im Sommer zu lassen

In den Sommermonaten heizen sich südorientierte Balkone und Terrassen besonders stark auf. Lässt man nun die Türen zu diesen Bereichen geöffnet, so kommt auf diesem Weg extrem viel Wärme in den Wohnraum. Deshalb Türen, Fenster oder auch die Rollläden auf der Südseite tagsüber geschlossen halten und das Gebäude über nordorientierte Fenster belüften.

 

Keller im Sommer nicht lüften

An heißen Tagen dürfen Sie Keller nur mit kalter Frischluft lüften, sonst trägt man nur zusätzlich Feuchtigkeit hinein. Im Keller sollten keine Dinge in geschlossenen Schränken oder eng gestapelt gelagert werden. Bei mangelnder Luftzirkulation riskiert man Schimmelflecken an Textilien und an Leder.

 

Küche und Bad sofort lüften

Um Schimmel zu vermeiden, ist richtiges Lüften das A und O. Räume sollten abhängig von ihrer Nutzung gelüftet werden: In Küche und Bad zum Beispiel kann in kurzer Zeit sehr viel Feuchtigkeit entstehen, die gleich abgelüftet werden sollte. In anderen Wohnräumen kann man sich in der Regel auf die Nase verlassen. Wenn die Luft schlecht ist, ist Stoßlüften angesagt. Die Raumluftfeuchtigkeit sollte stets unter 60 Prozent liegen, ideal sind 35 bis 55 Prozent. Die Luftfeuchtigkeit kann mit einem handelsüblichen guten Hygrometer kontrolliert werden.

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