Josef Dilger

Josef Dilger - Selbstportrait

Der Maler, Grafiker, Musiker und Lehrer Josef Dilger, am 10. November 1899 in Neuhausen jetzt Marxheim (Rain am Lech)  geboren, kam zum 1. September 1927 als Volksschullehrer von Balderschwang nach Reinhartshausen. Zu Beginn des zweiten Weltkrieges wurde er sofort eingezogen. Seine Frau Emma, ebenfalls Lehrerin  übernahm für die ganze Kriegszeit und die ersten Nachkriegsjahre seine Schulklasse. Im Juli 1945 kehrte Josef Dilger aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft zurück. Fördernde Kontakte mit Schülern Max Beckmanns und Karl Caspers, sowie das autodidaktische talentierte Kunstempfinden führten zu einer, weit über die Region beachteten künstlerischen Entwicklung des Malers und Graphikers. Die Stationen seines Lebens und die hohe Reife seines Schaffensprozesses sollten deshalb der Nachwelt erhalten bleiben. Der eigene Stil, von Impressionismus und Expressionismus berührt, zeigt hohe eigenständige Begabung und transzendentale Kraft des Künstlers. Dilger arbeitete unentwegt, entweder als Lehrer, Kirchenorganist oder als Künstler. Immer war er auf der Suche nach neuen Materialien und Techniken. Er experimentierte beim Spannen der Leinwand, beim Mischen der Farben oder bei der Auswahl der Motive. In der dörflichen Abgeschiedenheit, aber auch auf Reisen nach Österreich, Italien und Jugoslawien schuf er einige hundert Bilder, Kaltnadelradierungen und Holzschnitte.

In vielen Häusern seiner Wahlheimat Reinhartshausen hängen seine Werke und werden stolz vorgezeigt.

 

Die Stadt Bobingen, in Zusammenarbeit mit den drei Töchtern des Malers, sieht in der Bewahrung und Belebung des Werkes des schwäbischen Künstlers eine hohe Verpflichtung. Gemeinsam mit den Töchtern, die 2002 den Kulturpreis der Stadt Bobingen erhielten, wurde die Josef-Dilger-Stiftung ins Leben gerufen.

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