EU-Förderprogramm LEADER

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EU-Fördermittel sind zu einem immer wichtigeren Finanzierungsinstrument für die Umsetzung von Maßnahmen gerade im ländlichen Raum geworden. Mit dem EU-Programm LEADER unterstützt Bayern seine ländlichen Regionen auf dem Weg einer selbstbestimmten Entwicklung. LEADER ist ein Förderinstrument, das nicht nur auf mehrere Gemeinden ausgerichtet ist, sondern auch auf die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt ganzer Regionen. Für die Bewerbung muss eine Lokale Aktionsgruppe (LAG) gegründet werden, die sich mit einem erarbeiteten regionalen Entwicklungskonzept bewirbt.

 

 

Lokale Aktionsgruppen erarbeiten mit den Akteuren vor Ort maßgeschneiderte Entwicklungskonzepte für ihre Region. Ziel ist es, die ländlichen Regionen Europas auf dem Weg zu einer eigenständigen Entwicklung zu unterstützen.

 

Nach dem Fall des eisernen Vorhangs hat die europäische Staatengemeinschaft schnell erkannt, dass sich die Räume in Europa unterschiedlich entwickeln. Dies ist vor allem den ungleichen Voraussetzungen und den speziellen Entwicklungen, welche die ländlichen Gebiete der EU charakterisieren, geschuldet: oft fehlen berufliche Perspektiven und vor allem junge Menschen verlassen deshalb diese Regionen. Parallel zu den sinkenden Einwohnerzahlen geht ein steter Abbau der Infrastruktur einher und führt so auch häufig zu einer geringeren Lebensqualität in den betroffenen Gegenden.

 

Doch auch Entwicklungen im globalen Maßstab wie die Liberalisierung des Handels, neue Technologien und der Wandel des Agrarsektors führen zu veränderten Verhältnissen für die ländlichen Regionen. Um sich diesen Herausforderungen stellen, um lebenswerte und zukunftsträchtige Perspektiven bieten zu können, bedurfte es einer auf die Besonderheiten ihrer Region zugeschnittene Strategie: LEADER wurde geboren. Seit 1991 besteht LEADER und befindet sich mittlerweile in seiner fünften Förderphase.

 

Neu dabei ist, dass die Regionen nicht nur passive Empfänger von Fördergeldern sind, sondern Projekte initiieren müssen, bei denen sie auch finanziell miteinbezogen werden. LEADER fördert nämlich immer nur zu maximal 50% der Nettokosten des jeweiligen Projekts. Aus Sicht der EU sollen somit die Regionen stärker in die Verantwortung genommen werden, um für die erfolgreiche Umsetzung ihrer Projekte zu sorgen. LEADER-Fördergelder sind somit als Anschubfinanzierung zu betrachten, welche das Engagement der Region voraussetzen. Dieses Prinzip nennt sich „Bottom-up“, also die erfolgreiche Entwicklung einer Region durch Engagement der Bürger aus dem Raum heraus. Hauptziel ist dabei, dass sich die Region mittel- bis langfristig so erfolgreich entwickelt, dass sie ohne Förderungen auskommt.

 

Der Stadtrat Bobingen hat in seiner Sitzung am 29. April 2008 beschlossen, dem Verein „Begegnungsland Lech - Wertach e.V.", der durch das EU-Förderprogramm LEADER gefördert wird, mit dem Stadtgebiet Bobingen und Bobingen-Siedlung beizutreten.

 

Weitere Informationen finden Sie unter nebenstehendem Link.

 

An der Mitarbeit interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Bobingen können sich bei der Stadtverwaltung, Herrn Ludwig, melden.

 

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