Warum Soziale Stadt Bobingen Siedlung? / Was bedeutet "Soziale Stadt"?

Die Stadt Bobingen hat mit dem Quartier „Siedlung“, das gefühlt weit ab vom Zentrum liegt und eine eigene Welt bildet, eine besondere städtische Situation zu gestalten. 1937 als Werkssiedlung der damaligen IG Farben/ Höchst Werke nahe bei den Produktionsstätten entstanden, wurde die Siedlung nach und nach in mehreren Stufen erweitert.

 

Während die alten Siedler-Häuser mit kleinem Grundriss überwiegend in großen, schmalen, langgestreckten Gärten liegen und viele davon noch einen bescheidenen Ausbaustandard aufweisen, stehen die neueren Gebäude mit zeitgemäßem Standard, die inzwischen den größeren Teil der Siedlung ausmachen, oft auf deutlich kleineren Grundstücken dicht beieinander.

 

In der Sozialen Stadt Bobingen Siedlung sind die Folgen der besonderen Entwicklungsgeschichte und -dynamik der Ausgangspunkt für die anstehenden Aufwertungen. Mit dem Ziel, eine positive Entwicklung für die Siedlung auszulösen, wurde das Quartier ins Bund-Länder-Förder-Programm Soziale Stadt aufgenommen. Bereits im Jahr 2012 wurde die Problematik aufgegriffen und die baulichen und stadtplanerischen Herausforderungen sowie die Chancen des Gebietes in einem Gutachten „Demografische Entwicklung und ausgeglichene Sozialstruktur – Entwicklungsstrategien für Zukunftsfähigkeit und Werterhaltung in Bobingen Siedlung, Abschlussbericht der Planungsgruppe“ beschrieben (siehe Menüpunkt „Gutachten und Planungen“).

 

Ergänzend dazu hat das Schäuble Institut, München, seit Sommer 2014 eine sozialräumliche Betrachtung im Dialog mit BewohnerInnen, Ortskundigen und Quartiers-Aktiven vorgenommen, deren Ergebnisse in der Sozialraumanalyse beschrieben werden. Parallel dazu entstand das Integrierte Handlungskonzept (IHK) zur Definition der anstehenden Maßnahmen (beide Gutachten siehe Menüpunkt „Gutachten und Planungen“). Städtebauliches Gutachten, Sozialraumanalyse und IHK ergänzen sich und geben eine verlässliche Orientierung für sinnvolle soziale wie bauliche Aufwertungsziele und realisierbare Maßnahmen.

 

 

Was ist inzwischen passiert?

 

Das Team des Schäuble Institut hat in Abstimmung mit der Stadt ein mehrstufiges, mehrmethodisches und iteratives Arbeitskonzept entwickelt, mit dem alle Betroffenen mit ihrem fachlichen Wissen und ihrer Alltagskompetenz angemessen in den Quartiersprozess einbezogen werden können.

 

Im folgenden Schema ist der große Schwung, mit dem die umfangreichen Aufwertungsbemühungen für ein attraktives Quartier „Siedlung“ mit einem lebendigen Zentrum angegangen werden, auch optisch in den Zusammenhang gestellt.

 

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