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EU-Fördermittel sind zu einem immer wichtigeren Finanzierungsinstrument für die Umsetzung von Maßnahmen gerade im ländlichen Raum geworden. Mit dem EU-Programm LEADER unterstützt Bayern seine ländlichen Regionen auf dem Weg einer selbstbestimmten Entwicklung. LEADER ist ein Förderinstrument, das nicht nur auf mehrere Gemeinden ausgerichtet ist, sondern auch auf die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt ganzer Regionen. Für die Bewerbung muss eine Lokale Aktionsgruppe (LAG) gegründet werden, die sich mit einem erarbeiteten regionalen Entwicklungskonzept bewirbt. Insgesamt konnten sich zunächst maximal 50 bayerische Lokale Aktionsgruppen an LEADER 2007 - 2013 beteiligen, die in einem Wettbewerbsverfahren nach festgelegten Qualitätskriterien ermittelt werden. Die ersten 40 Lokalen Aktionsgruppen wurden - aus 59 Bewerbern - bereits beim ersten Auswahltermin am 12. Dezember 2007 ausgewählt. Eine zweite - für Neu- und Wiederbewerber offene - Auswahlrunde folgte am 30. Juni 2008. Bobingen wollte die Chance nutzen und hat sich für eine Bewerbung der LEADER-Förderperiode 2007 - 2013 mit ihrem Stadtgebiet und Bobingen-Siedlung der Lokalen Aktionsgruppe „Begegnungsland Lech - Wertach e. V." und mit den Stadtteilen Straßberg, Reinhartshausen, Waldberg und Kreuzanger der Lokalen Aktionsgruppe „Regionalentwicklung Augsburg Land West e. V." (REAL-West e.V.) angeschlossen. Bei der zweiten LEADER-Auswahlrunde für die Förderperiode 2007 bis 2013 waren alle eingereichten 18 Regionalen Entwicklungskonzepte von so hoher Qualität, dass die unabhängige Jury vorschlug, die Zahl der noch zu vergebenden zehn freien Plätze auf 18 aufzustocken. Landwirtschaftsminister Josef Miller hat dieser Empfehlung zugestimmt, denn: "Ich freue mich, dass so viele Menschen hinter dem bürgerschaftlichen LEADER-Ansatz stehen und bereit sind, sich aktiv für die nachhaltige Entwicklung ihrer Heimat einzusetzen." Dieses Engagement müsse auch entsprechend honoriert werden. In der ersten Auswahlrunde im Dezember vergangenen Jahres hatten sich 40 Aktionsgruppen durchgesetzt. Die Aufstockung der ursprünglich auf 50 limitierten Plätze geht laut Miller nicht zu Lasten der einzelnen LEADER-Aktionsgruppen. "Ich werde aus dem ELER-Programm zusätzliche Mittel für den LEADER-Ansatz bereitstellen", sagte der Minister. Derzeit stehen für die neue Förderperiode rund 63 Millionen Euro EU-Gelder zur Verfügung. In der abgelaufenen Förderperiode 2000 bis 2006 wurden im Rahmen von LEADER+ für 1 250 Projekte von 45 Lokalen Aktionsgruppen EU- und Landesmittel in Höhe von über 65 Millionen Euro bewilligt. Damit wurden Gesamtinvestitionen von rund 155 Millionen Euro ausgelöst.
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